Elternfortbildung Spracherwerb und Sprachentwicklung, 5. Februar 2011

 

Acht Mütter/ Väter und eine Tagesmutter nahmen an der vereinsinternen Fortbildung mit der Logopädin und Sprach- und Lerntherapeutin Birgit Winter teil. Durch die engagierte und strukturierte Art des Vortrags wurden die Inhalte sehr gut verständlich vermittelt. Im Laufe des Vormittags wurde mithilfe des Sprachbaums und anhand zahlreicher Praxisbeispiele und Videos folgende Themen behandelt:

  • Normaler Spracherwerb 

  • Voraussetzungen für den Spracherwerb

  • Sprachstörungen

Erfrischend war die Feststellung von Frau Winter, dass Trisomie 21 allein keinen Grund liefert automatisch eine bestimmte Therapie anzustreben. Es bestehen große Unterschiede hinsichtlich des Lernverhaltens, Lerntempos und Sprachvermögens und ein genaues Beobachten, Begleiten und Fördern ist umso wichtiger. Hier gab es hilfreiche Tipps, z.B. Sprache fördern durch "richtiges Bilderbuch angucken". Viele Möglichkeiten  zur allgemeinen Sprachförderung wurden den Eltern vermittelt und durch eigene Erfahrungen ergänzt und diskutiert. Auch die Unterschiede zwischen Sprachförderung und Sprachtherapie wurden durch Gegenüberstellung verdeutlicht.

  • Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann. (Wolfgang Maier)

  • Wenn Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung. (Konfuzius)

  • Die Grenzen meiner Sprache, sind die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)

Diese Merksätze bildeten den Abschluss der Veranstaltung Spracherwerb und Sprachentwicklung und vermitteln nochmal zusammengefasst die Bedeutung der Sprache für Bildung und das "Erschließen der Welt".